XML-Beratung, -Schulung und
-Software-Entwicklung

Ich setze seit 1993 SGML und seit 1998 XML ein. Mit dieser Erfahrung stehe ich Ihnen als kompetenter Dienstleister zur Verfügung.

Für Auftragsanfragen sprechen Sie mich bevorzugt bei Linkwerk an, oder nehmen Sie gleich telefonisch Kontakt auf: 0177 216 70 80. Ich freue mich auf Ihren Anruf und bin gespannt, wie ich Ihnen helfen kann.

Was ist XML?

In einem Satz: XML ist ein Datenformat für Fachleute verschiedener Branchen, das die hochautomatisierte Verarbeitung von Text und Daten ermöglicht, weil XML eine strenge Strukturierung erlaubt, so dass in geeigneten Anwendungsfällen große Rationalisierungsgewinne zu realisieren sind.

Noch Fragen? ;-) — Im Laufe der Jahre habe ich eine große Zahl von Texten über XML geschrieben. Eine Reihe davon ist unten verlinkt. Darüber hinaus gibt es gute Einführungen auf verschiedenen Sites im Internet. Je nach Ihrem technischen Hintergrund mag zum Beispiel die XML-Beschreibung bei Wikipedia einen guten Einstieg darstellen. Ich möchte den vielen Grundlagentexten hier keinen weiteren hinzufügen.

Statt dessen möchte ich meine persönliche Sichtweise auf den Nutzen von XML wiedergeben.

XML — Für und Wider

Um die Jahrtausendwende wurde XML mit großen Erwartungen verknüpft. Die Gartner Group prophezeite By the year-end 2002, XML's impact on publishing (in particular) and technology (in general) will be as profound as the Web's impact is today., während die Burton Group etwas allgemeiner, aber nicht weniger hoch ansetzte und schrieb XML will be like oxygen in the networked environment of the twenty-first century: vital, pervasive, and taken for granted.

Was ist aus diesen Prognosen geworden? Sie sind eingetreten, aber anders als viele gedacht haben. XML ist tatsächlich allgegenwärtig, wir sehen es nur nicht (immer). Vermutlich kommt kein modernes Kommunikationsgerät neu auf den Markt, das nicht irgendwie mit XML zu tun hat. Selbst in meinem Mobiltelefon anno 2004 steckte XML zur Konfiguration. Und wenn ein Gerät nicht XML in sich trägt, besteht eine gute Chance, dass XML beim Dokumentationsprozess eine Rolle spielte.

Damit sind die beiden wesentlichen Einsatzbereiche genannt. XML als Format irgendwelcher Daten im "Innern" einer Software, eines Geräts oder beim Datenaustausch, und XML zur Erfassung von Dokumenten.

Datenorientiertes XML

Der erste Fall ist vergleichsweise einfach. XML besitzt gewisse Eigenschaften, deren Nutzen man im Lichte eines konkreten Einsatzszenarios abwägen und sich dann dafür oder dagegen entscheiden kann. Manchmal mag ein Entwickler XML nicht und es treten Alternativen wie JSON oder YAML in Erscheinung.

Ich empfinde Grundsatzdiskussionen, welche der genannten Techniken die bessere sei, als müßig. Die Entscheidung kann pragmatisch bei Betrachtung einer zu lösenden Aufgabe getroffen werden. Eins sollte man dabei aber nicht vergessen: Die Ausbildung der beteiligten Entwickler. Wer einmal wirklich gut in der Verarbeitung von XML ist, ist universell einsetzbar. XML kommt in so vielen verschiedenen Situationen zum Einsatz, dass das entsprechende Know-how wertvoll ist.

Gleichzeitig habe ich festgestellt, dass nur wenige Entwickler tiefes Know-how in den Techniken der XML-Familie haben. Viele streifen die Technik, glauben, mit ein paar Tags sei alles erledigt und lassen sehr viel Potential ungenutzt.

Dokumentenorientiertes XML

Der zweite Fall, der Einsatz von XML bei dokumentenorientierten Aufgaben, ist sehr viel schwieriger. Ein Grund ist die Tatsache, dass die fraglichen Dokumente in der Regel nicht von IT'lern geschrieben werden. Nicht-Techniker tun sich jedoch schwer mit der als sperrig empfundenen Technik. Bequeme Editoren sind teuer und – wenngleich sie einen hohen Komfort bieten – sind sie anders zu bedienen als die bekannte Textverarbeitung.

Diese Untiefen eins XML-Projekts muss man vorsichtig umschiffen. Setzt man XML in der technischen Dokumentation ein, sind die Mitarbeiter meist belastbarer. In Fachverlagen, die neben einer internen Redaktion auch noch externe Autoren einsetzen, ist es schwieriger. Eine Lösung kann in der ausgiebigen und kontinuierlichen Qualifizierung der Mitarbeiter bestehen. Das kostet Geld, zusätzlich zu etwaigen teuren Editoren. Eine Alternative ist die Schaffung einer Brücke zwischen den als einfach empfundenen Eingabeprogrammen (z.B. Word) und der XML-Welt. Abgesehen davon, dass auch Word teuer ist, wird es meist als "sowieso vorhanden" betrachtet. Es ist durchaus eine Überlegung Wert, ob man nach Umstellung auf XML auf einige Office-Lizenzen verzichten kann. Darüber hinaus ist die Brücke der häufigste Weg, den wir in vielen Projekten für unsere Kunden implementiert haben.

XML hat sich in den mehr als 10 Jahren seines Bestehens als feste Technik etabliert. Potential besitzt die Sprache dort, wo sie wegen geringer Erfahung von Entwicklern unter ihren Möglichkeiten eingesetzt wird. Für Nicht-Techniker ist XML nicht so einfach (geworden), wie ursprünglich erhofft/erwartet/ersehnt. Beide Fälle sind der Grund dafür, dass ich nach wie vor als XML-Berater und mit meiner Firma Linkwerk in der XML-Software-Entwicklung tätig bin. Neben der Beratung über den richtigen Einsatz der XML-Techniken — DTDs, XML-Schema, XSLT, XPath, XQuery u.a. — spielt für uns das Thema XML Content Management eine wichtige Rolle. Linkwerk ist ein System-neutraler Dienstleister, weshalb wir gerne als unabhängiger Projektbegleiter bereits vor der Auswahl eines Produkts beauftragt werden. Wir haben für Kunden vieler Branchen gearbeitet, unter anderem für die Luftfahrt, die Telekommunikation, den Maschinenbau, das Bauwesen und die IT. Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie mich gerne an; bevorzugt telefonisch.

Eigene Texte über XML

Ich habe viel über XML geschrieben und setze diese Arbeit bei aktuellen Anlässen fort. Aktuelle Veröffentlichungen oder die Bekanntgabe derselben finden Sie im Blog meiner Firma Linkwerk.

Die nachfolgende Auflistung enthält vor allem alte Texte. Die darin gemachten Aussagen entsprechen jeweils meiner damaligen Sichtweise. Sichtweisen können sich ändern; mit mehr als eineinhalb Jahrzehnten Erfahrung wäre alles andere auch überraschend. Trotzdem stelle ich die alten Texte hier zur Verfügung. Einerseits weil sie für Themeneinsteiger immer noch gute Dienste leisten können, andererseits weil sie wertvolle Erkenntnisse darüber liefern können, wie sich die Betrachtung und Bewertung einer Technik über die Zeit verändern kann.

»XML in der Praxis«

von Henning Behme und Stefan Mintert. Unser Buch in der zweiten Auflage aus dem Jahr 2000.

Übersetzungen

der XML-Spezifikation und weiterer W3C-Standards

How to set up Emacs/PSGML for editing XML and XHTML

Eine kurze Beschreibung wie Sie Emacs/PSGML für die Arbeit mit XML und XHTML einrichten

Einführung in die Extensible Markup Language (XML)

ein XML-Artikel von mir, der 1999 im ersten Jahrbuch für Computerphilologie der Uni München erschienen ist; ebenfalls dort erhältlich

Auszeichnungssprachen im World Wide Web

ein Artikel aus dem Jahr 1998

Leise Revolution

ein SGML-Artikel aus dem Jahr 1995